Presse-Echo

Geschäftsleben: Großer Swakara-Modepreis für Plappert-Gemeinschaftskreation / Krönung der bisherigen Ausbildungstätigkeit / Viel Lob für Miriam Izaguirre Bourdet

Lehrling und Meister werden zu Dream-Team

Hockenheim. Seit Jahrzehnten als feine Adresse auch in Sachen Ausbildung bekannt, hat das Pelzhaus Plappert in Mannheim und Hockenheim nun mit der Verleihung des Großen Swakara-Modepreises die Krönung seiner Ausbildungstätigkeit erlebt. Denn von nur zwei Preisen, die jährlich weltweit vergeben werden, durfte Susanne Plappert-Piller eine dieser hochkarätigen Auszeichnungen für ein Modell in Empfang nehmen, das eine echte Gemeinschaftsarbeit von Lehrling und Meister darstellt, teilt das Unternehmen mit.

"Unglaublicher Moment"

"Das war ein so unglaublicher Moment, als ich unser Modell auf dem Laufsteg gesehen habe", schwärmt Miriam Izaguirre Bourdet (20), für die jetzt das zweite Lehrjahr zur Kürschnerin im Hause Plappert angebrochen ist. "Ein so außerordentliches Gespür für das Material und den treffsicheren Blick für die einerseits vielfältigen, anderseits naturgemäß dennoch eingeschränkten Möglichkeiten seiner Verarbeitung hat man, oder hat man nicht", sagt Kürschnermeisterin und Pelzdesignerin Susanne Plappert.

Ohne Berufserfahrung aus lauter Einzelfellen auf Anhieb ein in sich stimmiges Modell kreieren zu können, sei eine Gabe, die nur wenige je erlangten. Miriam gehöre dazu. Aus den grau eingefärbten, ursprünglich weißen Lammfellen mit braunen Punkten ein harmonisches Ganzes zu der soeben ausgezeichneten Jacke entstehen zu lassen, bezeichnet die erfahrene Ausbilderin neben den designerischen Aspekten als eine der großen kunsthandwerklichen Herausforderungen für ihre Nachwuchs-Kürschnerin.

Um ihren eigenen Ansprüchen als Ausbilderin, Kürschnerin, Pelzdesignerin und Unternehmenschefin gerecht werden zu können, hatte sie kurzerhand eine zum Jahresende diplomierte Modedesignerin von der renommierten Fachhochschule in Trier engagiert. Auf diese Weise sollte Miriam, die hervorragende zweidimensionale Entwürfe und inzwischen auch Figurinen selbst zeichne, auch außerhalb der "Ausbilder-Auszubildenden-Situation" intensiv in die Kunst des dreidimensionalen Modellierens eingeführt werden. "Die haben in unserem Atelier modelliert, was das Zeug hält", erzählt Susanne Plappert begeistert und fügt mit fast liebevollem Stolz hinzu: "Mittlerweile arbeitet sie an ihren ersten eigenen Maßschnitten und führt einzelne Schritte aus, die erst in der Meisterausbildung angesiedelt sind."

"Unsere Lehrpläne sehen das alles nicht vor, und meine Mitschülerinnen können von den Möglichkeiten, die ich bekomme, nicht einmal träumen", ist die engagierte Auszubildende davon überzeugt, einen "Sechser im Lotto" gelandet zu haben. Als sehr spannend beschreibt sie die Auseinandersetzung mit ihrer "Meisterin", wenn es darum geht, eigene Entwürfe mit den Bedürfnissen der Kunden in Einklang zu bringen.

Bereits mehrfach hat "Ausbildung made by Plappert" junge Menschen aufs Siegerpodest geführt. Aber die Krönung eines Gemeinschaftswerkes von Lehrling und Meister ist eine absolute Premiere. Und dass für die Überreichung des Preises in Frankfurt eigens eine Repräsentantin vom "Swakara board of Namibia" direkt aus Namibia anreisen würde, hätte sich das Plappert'sche Dream-Team nicht träumen lassen. zg

Schwetzinger Zeitung
29. September 2011


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